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Eine runde Sache

Es ist doch so: Nur wenige Gerichte der heimischen Küche rufen so warme und wohlige Erinnerungen hervor wie gute und mit Liebe gemachte Knödel. Schnell sitzt man da in Gedanken wieder an Omas oder Mamas Tisch und kann sie förmlich riechen, all die süßen und herzhaften Klassiker, die wir so mögen. Und das völlig zurecht, denn Knödel schmecken nicht nur köstlich, sie sind auch

 

  • einfach zuzubereiten (aus Zutaten, die fast immer da sind!)
  • ideale Resteverwerter (altes Brot, Käse, Speck … gibt es nicht für alles ein entsprechendes Rezept?)
  • äußerst variantenreich.

 

Ob gefüllt oder ungefüllt, als Suppeneinlage, Beilage, Hauptspeise oder süßer Nachtisch: Knödel machen gute Laune. Genau wie unsere 10 spannenden bis heiteren Knödel-Weisheiten, bei denen wir hoffen, dass dich die eine oder andere ein wenig schmunzeln lässt und du so richtig Lust aufs „Knödeln“ bekommst. Los geht’s!

 

 

  1. Österreich ist das Knödelland Es gibt kaum einen anderen Ort, an dem so viele Gerichte und Rezepte mit Knödeln bekannt sind wie hier. Oft und gerne wird sogar behauptet, die Oberösterreicher hätten sie erfunden!

 

  1. In der bäuerlichen Küche kamen Knödel regelmäßig auf den Tisch, vor allem dann, wenn altbackenes Brot oder andere Reste verarbeitet werden mussten. Dies war oft nach den Sonntagen der Fall, an denen es meist festlicher zuging – und so wurde vielerorts der Montag zum Knödeltag erklärt. Dieser wird auch im österreichischen Volkslied „Was ist heut für’n Tag“ besungen.

 

  1. Übung macht den Meister! Früher war man sogar der Ansicht, dass eine junge Frau erst dann das Zeug zum Heiraten hat, wenn ihre Knödel gut gelingen.

 

  1. Meist werden sie kugelig rund geformt, es gibt aber auch Ausnahmen: die flachen Kaspressknödel aus Tirol, in Scheiben geschnittene Serviettenknödel oder die unter anderem im Mühlviertel bekannten „bochanen“ Knödel, die eng in eine Form geschlichtet und dann gebacken werden, wodurch sie ihre typische eckige Form erhalten.

 

  1. Knödel haben auch in unserer Sprache ihren festen Platz: „Da musst du vorher noch ein paar Knödel essen“, wird jemandem geraten, der einer Sache noch nicht ganz gewachsen ist. Spricht jemand undeutlich, heißt es, er „knödelt“. Wer kaum ein Wort herausbringt, der hat einen Knödel im Hals.

 

  1. „Ein Mittagessen ohne Knödel is nix, denn wenn man keinen Knödel isst, hat man den ganzen Tag Hunger.“ Dieses österreichische Sprichwort stammt aus einer Zeit, in der am Feld oder im Wald schwer gearbeitet wurde – und schmackhafte Rundlinge aller Art gern gesehene Gäste am Teller waren, da sie lange satt hielten.

 

  1. Wusstest du, dass Knödel tanzen können? Wenn sie im Topf an der Oberfläche schwimmen und sich beim Anstoßen drehen, also tanzen, sind sie fertig.

 

  1. Wer auf Nummer Sicher gehen will, macht einen Probeknödel. Dazu wird nur der erste von ihnen ins kochende Wasser gelassen – und dann geschaut, wie es ihm dort geht. Wenn er zerfällt, kommt noch ein wenig Mehl zur Masse, um die Bindung zu verbessern. Übrigens sollten Knödel nie sprudelnd kochen, sondern nur im siedenden Wasser ziehen.

 

  1. Und wenn sie doch einmal zerfallen? Dann mach doch einen Schmarren daraus! Den Topfinhalt vorsichtig durch ein Sieb gießen, gut abtropfen und abkühlen lassen. Eine süße Knödelmasse verfeinerst du mit Honig und Rosinen und brätst sie in Butterschmalz unter öfterem Wenden goldgelb. Eine pikante Masse würzt du kräftig und röstest sie mit Speck, Karotten, Zwiebeln und Kräutern an. Köstlich!

 

  1. Für ein Knödelorakel am Silvesterabend wurden früher kleine Zettelchen mit Wünschen und Hoffnungen beschrieben, in Knödeln versteckt und diese dann in kochendes Wasser gelegt. Jenes Exemplar, das als erstes an die Oberfläche stieg, enthielt den Wunsch, der sich im kommenden Jahr bewahrheiten sollte.

 

Und jetzt? Stöbere dich am besten gleich durch unsere Knödel-Rezepte, dort haben wir viele Ideen für dich gesammelt. Gutes Gelingen!

 

 

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