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Vom Korn zum Mehl

Das Mahlen von Mehl ist eine Kunst, die eine langjährige Erfahrung und viel Sorgfalt erfordert. Nur ausgewähltes, qualitativ hochwertiges Getreide, der schonende Umgang damit, die gewissenhafte Vermahlung und ein lückenloses Qualitätsmanagement garantieren ein Produkt allererster Klasse und folglich hervorragende Koch- und Backergebnisse.

Weil es uns wichtig ist, dass Sie auch genau wissen, wie Ihr Mehl vom Feld in die Verpackung kommt, finden Sie hier einen kurzen Überblick:

Gewachsen, geerntet und geprüft.

Ist das sonnengereifte Korn einmal geerntet, wartet es in Lagerhäusern auf seinen Weitertransport zur Mühle.
Bereits bei der Anlieferung des Getreides werden vom Müller Muster entnommen und untersucht, denn nur einwandfreies Korn wird in der Mühle weiterverarbeitet. Ist das Getreide „gesund“ und unbeschädigt, gelangt es nach einer Verwiegung auf der Brückenwaage über zahlreiche Fördereinrichtungen zu einer Vorreinigung und danach in die Getreidesilos.

Gereinigt und sortiert.

Nur sauberes Getreide wird zu bestem Mehl: Darum wird unser Getreide sorgfältig mithilfe von Sieben, Luft und Magneten gereinigt und von kornfremden Bestandteilen getrennt. Kurz vor dem Vermahlen läuft das Getreide noch durch die optische Farbsortiermaschine Sortex Z+. Halme, Spelzen, Schmutz, Unkrautsamen oder fehlerhafte Körner haben somit keine Chance, in die Mühle zu gelangen.
Nach der Sortierung wird das Getreide mit einer geringen Menge Wasser angefeuchtet, sodass die Feuchtigkeit nur in die äußere Schale eindringt. So trennt sich beim Mahlen die Schale besser vom Mehlkörper.

Schritt für Schritt gemahlen und vermischt.

Die Vermahlung des Korns geht stufenweise in sogenannten „Passagen“ vor sich. Zunächst wird das Mahlgut auf Walzenstühlen – den wichtigsten Maschinen der Müllerei – gemahlen. Geriffelte oder glatte Walzenpaare brechen das Korn auf und schneiden es. Nach jeder Zerkleinerung findet eine Siebung im Plansichter statt. Ein Plansichter enthält einen Siebstapel und wird in einer kreisförmigen Bewegung gehalten. Die Kombination aus Walzenstuhl und Plansichter wird „Passage“ genannt – in einer modernen Walzmühle befinden sich viele davon. Die Produkte werden ausschließlich in geschlossenen Rohren durch einen Luftstrom befördert.
Je nach Feinheitsgrad werden die Zwischenprodukte entsprechend der gewünschten Mehlqualitäten und -typen zusammengemischt – der Müller stellt so je nach Verwendungszweck maßgeschneiderte Produkte her. Dabei werden Zwischen- und Endprodukte ständig vom Betriebslabor untersucht. Denn bevor das Mehl die Mühle verlässt, muss es noch die letzte Qualitätskontrolle bestehen.

Bereit für den Genuss.

Getreide kann unterschiedlich fein vermahlen werden. Je nach Produktführung fallen außer dem Mehl unterschiedliche Mengen an Grieß, Dunst, Schrot und Kleie an.
Mehl ist sehr fein – es hat den größten Zerkleinerungsgrad. Vollkornmehl wird durch die Vermahlung ganzer Getreidekörner gewonnen.
Bei Grießprodukten werden die Körner weniger klein zermahlen als bei Mehl. Der Zerkleinerungsgrad von Dunst liegt zwischen Mehl und Grieß. Als Schrot bezeichnet man ungeschälte Körner, die grob zerkleinert – also „geschrotet“ – werden.
Kleie nennt man die Schalenteile des Getreidekorns. Sie finden als Futtermittel Verwendung, werden aber auch im Rahmen der Vollwerternährung empfohlen.